Das Problem
Du hast heute wieder drei Meinungen zu einem Thema gehört. Und keine davon war deine.
Zum Beispiel geht's ums Einschlafen. Alle scheinen zu wissen, wie es geht:
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Deine Mutter: «Lass sie ruhig mal schreien, euch hat das auch nicht geschadet.»
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Deine Freundin: «Seit dem Schlafprogramm schläft meine seit drei Wochen durch. Ehrlich, probier es.»
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Der Kinderarzt: «In dem Alter ist Durchschlafen normal.» Seither hast du das Gefühl, mit deinem Kind stimme etwas nicht.
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Instagram, gestern um halb elf: «Jedes Schlaftraining schadet der Bindung.»
Vielleicht geht es bei dir gar nicht ums Schlafen. Vielleicht ist es das Essen, der Schnuller, wie viel Bildschirm gut ist, ob dein Kind schon in die Kita soll. Die Frage wechselt, das Gefühl bleibt dasselbe: Alle wissen es besser, und du weisst irgendwann gar nichts mehr.
Du nickst, du sagst nichts, und auf dem Heimweg denkst du: Vielleicht haben sie ja recht.
Abends liegst du wach, und es geht dir schlecht damit. Nicht dramatisch, eher so ein leises Gefühl, dass du gerade in fast allem danebenliegst. Du warst dir früher bei Dingen sicher, und jetzt fragst du dich bei jeder Kleinigkeit, ob du sie vermasselst. Am nächsten Morgen kommt dieselbe Situation wieder, und du machst es wieder anders als gestern. Wie denn auch nicht – du hast dich ja nie festgelegt.
Dein Kind merkt das. Es liest jeden Tag aus deinem Verhalten heraus, woran es sich halten kann, und solange du selbst nicht weisst, was bei euch gilt, weiss es das auch nicht.
So kommst du aus dem Hin und Her raus
Nach 5 Minuten weisst du wieder, wo dir der Kopf steht
Du erzählst der App, was los ist. Tippen oder einsprechen, ganz wie du magst:
«Meine Mutter sagt, ich soll sie schreien lassen. Meine Freundin schwört auf ihr Schlafprogramm. Der Kinderarzt meint, mit acht Monaten sei Durchschlafen normal. Ich weiss echt nicht mehr, was ich machen soll.»
Die App zählt nach, wer da alles mitredet. Vier Meinungen zu einer Frage, und deine eigene ist irgendwo dazwischen untergegangen.
Dann fragt sie dich, was dein Kind erleben soll, wenn es nachts ruft. Du wählst aus, was am ehesten stimmt, und bekommst drei fertige Wege zurück. Zu jedem steht dabei, was dein Kind daraus mitnimmt. In unserem Schlafproblem-Beispiel könnte das so aussehen:
○ Ich gehe hin, sobald sie ruft, und bleibe, bis sie ruhig ist.
Dein Kind macht die Erfahrung, dass Rufen etwas bewirkt und dass auf dich Verlass ist.
○ Ich warte zwei Minuten, dann gehe ich hin. Jedes Mal gleich.
Dein Kind übt, eine kurze Zeit zu überbrücken, und weiss dabei, dass du kommst.
Passt keiner, tippst du auf «Zeig mir andere» und bekommst neue.
Im Beispiel bekommst du am Ende das hier:
Das gilt für mich:
Ich gehe hin, sobald sie ruft, und bleibe, bis sie ruhig ist. Und wenn jemand etwas anderes sagt und meint, es besser zu wissen:
"Danke dir. Aber, ich habe meine Gründe, weshalb ich es so mache."
Ausdrucken, an den Kühlschrank, fertig.
Eine Antwort, die von dir kommt und nicht von deiner Schwiegermutter
Eine Antwort für's nächste Mal, wenn es zu diesem Thema wieder jemand besser zu wissen scheint...
Ein Blatt an der Wand, damit du dich beim nächsten Zweifel nicht wieder umstimmen lässt
Und das Gefühl, dass du das selbst hinkriegst. Was du übrigens tust!
Was die App nicht macht
Sie sagt dir nie, wer recht hat.
Zugegeben, bei einer App zum Thema Kind denkt man erst mal: Jetzt kommt noch eine, die es besser weiss. Genau das kann diese hier nicht. Sie sagt kein Wort darüber, ob Schlaftraining etwas taugt, ob du abstillen sollst oder wie viel Bildschirm ein Dreijähriger verträgt.
Sie nimmt, was du ihr erzählst, und macht Möglichkeiten daraus. Wählen musst du selbst.
Das hat einen Grund: Keine dieser Stimmen kennt dein Kind so wie du.
Deine Mutter nicht, der Kinderarzt nicht, und ich schon gar nicht. Die beste Methode nützt dir nichts, wenn du selbst nicht dahinterstehst – dein Kind merkt sofort, ob du meinst, was du tust. Genau daraus wächst mit der Zeit sein Charakter.
Egal, was bei dir gerade dran ist
Das Beispiel oben handelt vom Schlafen, weil das fast alle irgendwann trifft.
Genauso gut kannst du eingeben, dass dein Kind nichts isst ausser Nudeln, dass alle finden, es müsse endlich in die Kita, oder dass deine Schwiegermutter beim Trotzanfall die Augenbrauen hochzieht.
Die App braucht kein bestimmtes Thema. Sie braucht nur das, was dir gerade im Weg steht.
Du brauchst dein Thema, dein Handy und fünf Minuten. Sonst nichts.
Über mich
Ich bin Mal
Marie-Antoinette Lazar
Vor bald vierzig Jahren, an einem Familienfest, musste unsere Tochter die Folgen von etwas aushalten, das sie selbst angestellt hatte. Meine Mutter wusste sofort, was jetzt zu tun wäre. Und dann meldeten sich noch drei andere zu Wort.
Weil ich mich damals so verunsichern liess, habe ich nachgegeben. Von dem Tag an war ich bei jeder Entscheidung unsicher, und die Frage, ob ich es richtig mache oder gerade alles kaputt, hat mich jahrelang begleitet.
Genau deshalb gibt es diese App. Denn du weisst mehr über dein Kind als alle im Raum zusammen, auch wenn es sich in dem Moment nicht so anfühlt.
Heute bin ich 34 Jahre verheiratet, habe zwei Töchter und drei Enkelkinder, und seit rund 25 Jahren begleite ich junge Menschen in ihrer Entwicklung. Die Grundlage meiner Arbeit auf charaktervoll.ch ist die Individualpsychologie von Alfred Adler. Sie besagt im Kern: Was für ein Mensch dein Kind wird, wächst aus dem, was es bei euch täglich erlebt und daraus für sich interpretiert. Und was es täglich erlebt, entscheidest du mit. Sonst entscheidet es der Alltag für dich.
Dann fang an.
Der Zugang zur Mini-App ist kostenlos. Trag dich für meinen Newsletter ein, dann schicke ich ihn dir sofort. Alle 14 Tage kommt ein Impuls von mir dazu, und wenn es ein Angebot von charaktervoll gibt, erfährst du es als Erste. Abmelden kannst du dich jederzeit mit einem Klick.
Fünf Minuten. Und du weisst wieder, wofür du stehst.
Kurze Antworten
Wie lange dauert das?
Fünf Minuten, wenn du dir Zeit lässt, zehn.
Bekomme ich Erziehungstipps?
Nein. Die App sagt dir an keiner Stelle, was richtig ist. Sie hilft dir, es selbst zu entscheiden.
Muss ich viel schreiben?
Nur einmal, ganz am Anfang. Und auch das kannst du einsprechen. Danach tippst du nur noch an.
Steckt da eine KI dahinter?
Ja, für die Vorschläge. Was sie vorschlägt, folgt allerdings meinen Regeln – und die wichtigste davon lautet: keine Empfehlung, keine Bewertung, keine Meinung darüber, was richtig ist.
Was passiert mit dem, was ich eingebe?
Es wird nur gebraucht, um dir die Vorschläge zu machen. Ich lese es nicht, und gespeichert wird es nicht.
Kann ich die App mehrmals benutzen?
Ja. Beim nächsten Thema fängst du einfach von vorn an.
